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Tomaten – selbst aus Tomatensamen gezogen

 

Leckere Tomaten – selbst gemacht

 

Ob man als Blumenliebhaber oder Gemüsefreund einen eigenen Gemüsegarten oder nur eine Terasse oder Balkon zur Verfügung hat, Tomaten sollte man immer anbauen. Selbst gezogene Tomaten schmecken am besten und auch die Vorfreude ist gross.

 

Tomaten selbst aus Samen ziehen

 

Mancher Kleingärtner, so auch ich, versucht, die Samen von selbst angebauten Tomaten nach der Ernte zu trocknen und im nächsten Frühjahr in aufwändiger Vorkultur auszusäen. Der Ernteerfolg aus den Samen der eigenen Tomaten ist aber nicht immer befriedigend. Früher konnte man Tomatenraritäten leider nur so immer wieder nachbauen. Dabei wurde auch fleissig mit anderen Tomatenfreunden getauscht. Doch warum gelingt der Tomatennachbau bei manchen Tomatensorten so gut und manchmal, naja, unterschiedlich. Beim Nachbarn haben die Tomaten ja so gut geschmeckt !

Eine Möglichkeit von der eigenen Tomatenernte ein paar Tomatensamen für die nächste Gartensaison zu gewinnen und  sicher aufzubewahren ist der Einsatz von saugendem Papier. Ich nehme einfaches farbloses Toilettenpapier.

Die Tomatensamen direkt aus der aufgeschnittenen Tomate direkt einzeln auf das Papier geben. Nicht waschen oder sonstwie behandeln. Dank des saugenden Papiers wird die Feuchtigkeit aufgenommen und die Tomatensamen trocknen so schnell und sicher.

Der Vorteil: keine Schimmelbildung, die einzelnen Tomatensamen kann man gut auf dem Papier kennzeichen ( Geschmack, Farbe, Größe …) und einzelne Tomatensamen gehen nicht verloren.

Zur nächsten Vegetationsperiode nur noch die Tomatensamen wieder einzeln in Substrat geben und sich über aus erneute Pflanzenwunder freuen.

Tomatensamen aufbewahren

 

Da kann die Genetik Schuld sein. Tomatensamen vom Fachhändler lassen oft F1-Hybridpflanzen wachsen.

Was bedeutet F1 ? Die Tomatensamen werden aus Tomaten der ersten Generation nach der Kreuzung zweier Varianten gewonnen. Der grosse Vorteil dabei, diese Tomatenpflanzen sind in sich total einheitlich im Hinblick auf die erzüchteten Eigenschaften wie „Säure“, „Süße, „Größe“, „Farbe“.

Gewinnt man nun die Samen dieser F1-Tomatenpflanzen und baut diese im kommenden Jahr nach, so entsteht die sogenannte F2-Generation.

Nun verteilen sich die Gene wieder neu, die Tomatenpflanzen spalten sich im Ergebnis auf und es entsteht eine kunterbunte Mischung aus allen Genkombinationen. Daher lohnt ein Nachbau dieser Hybrid Tomatenstauden nicht.

Da wird besser eine Samentüte jährlich neu beim Samenhändler bestellt oder gleich eine angezogene Tomatenstaude bestellt und gekauft. Bei gekauften Tomatenstauden handelt es sich meist um veredelte Tomaten.

Da wird wie bei Obstbäumen auf eine spezielle Unterlage eine besonders gute Tomatensorte aufgepfropft. So erklärt sich auch der teilweise höhere Preis.

Doch wo findet der Gartenfreund den Ausweg, wenn er einfach gerne selbst mit Tomaten experimentieren will, vom Anbau über die Pflege bis zum Verspeisen?  Da helfen Tomatensamen von reinerbigen Tomaten.

 

Reinerbige Tomatensamen

 

Es gibt weltweit über 2500 Tomatensorten. Wo früher der Tausch mit anderen Tomatenliebhabern stattfand, um neue Raritäten zu bekommen, da hilft heute dem Hobbygärtner der Samenversandhandel weiter. Einige haben sich hier auch auf Raritäten dieser südamerikanischen Beerenfrucht spezialisiert.

Ich selbst hole mir jetzt die Samen gerne von anderen Gartenfreunden direkt bei eBay oder nutze Tauschbörsen bei Gartenzeitungen.

Bei diesen alten Tomatensorten geht es nicht immer um den höchsten Ertrag, sondern auch mal um besonders leckeren Geschmack, oder, wie bspw. bei der Tomatensorte Ochsenherz um besondere Verwendungsarten. So eine rotfleischige Ochsenherz-Tomate kann bis zu 1 Kilogramm wiegen, eine!

Mancher Tomatenliebhaber will auch mal keine roten Tomaten essen, nein, es gibt auch gelbe und sogar weisse und schwarze. Letztere wäre die Tomatensorte Schwarze Krim, sie stammt aus Russland, wie schon der Name anzeigt.

Ich hatte mal einen Nachbarn aus Russland, der hatte aus seiner Heimat einige interessante Tomatenraritäten dabei, die wir beide schon seid Jahren nachgebaut haben. Leider war einmal die Samenqualität nicht so optimal….

Magnolienbluete

 

Eine besondere Augenweide ist die alte Tomatensorte Cherokee Purple. Violett gefärbt mit grünliche Streifen. Sogar bunte Sorten gibt es, wie die Tigerella, die ist rot-orange gestreift.

Mehrjährige Baumtomaten, eine Tomatensorte heisst Tamarillo, die fast ins unermessliche wächst, da braucht es schon den richtigen Platz. Tomaten selbst anbauen, das geht am besten mit einem Tomatenhaus, ob selbst gebaut oder gekauft.

Weitere Informationen zur Aktualität der angezeigten Preise findest du hier. Letztes update war am 18.06.2018 um 03:53 Uhr / Affiliate Links / Bildquelle: Amazon Partnerprogramm


 

4 Antworten auf Tomaten – selbst aus Tomatensamen gezogen

  • was ist eine F1 und eine Hybirde- Tomate. Welchen Samen kann ich im nächsten Jahr von meinen eigenen Tomatenpflanzen wieder nehmen. Ich habe meinen Tomatensamenin diesem bei Amazon gekauft.

  • was ist eine Tomate F1 oder Hybrid und aus welchen Tomaten kann ich mir neue Samenkörner für das nachste Jahr nehmen.Ich habe in diesem Jahr alle Samen bei Amazon gekauft.

    • Hallo Uwe,
      in letzter Zeit werden immer mehr Samentütchen den Aufdruck F1-Hybrid haben. Was bedeutet dies konkret:
      Ein mit F1 gekennzeichnetes Saatgut ist eine Hybrid-Züchtung. Diese sind leider nicht samenfest.
      Bei der F1 handelt es sich um eine Kreuzung in erster Generation. Wird diese weitervermehrt dann haben wir die F2 Generation,
      diese hat nun aber die größtmögliche genetische Aufspaltung. Kann spannend sein, was da so alles rauskommt an Varianten!
      Samenfeste Sorten (diese sind seid Generationen auf bestimmte Eigenschaften gezüchtet ( rote, feste Tomaten in einer speziellen Größe und Form und Geschmack ) lassen sich planbarer nachbauen! Also die bessere Alternative!

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