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Der Feigenbaum im heimischen Garten

 

Der Feigenbaum

 

Kommt man vom Sommerurlaub aus Italien zurück, dann als Gartenfreund immer den Wunsch mit, solch herrliche mediterrane Pflanzen auch im heimischen Garten zu haben. Nicht bei allen ist eine Pflanzung wegen mangelnder Winterfestigkeit möglich. Orleander, Zitruspflanzen, Olivenbäumchen oder Dattelpalmen hilft nur als Kübelpflanze die Uberwinterung im Haus oder im Wintergarten.

Anders bei den Feigenbäumchen, hier kann man sortenabhängig einen Versuch starten, am richtigen Ort und mit der richtigen Pflege im heimischen Garten etwas mediterranes Flair auch zuhause im Garten zu erzeugen.

Sogar die Ernte von schmackhaften Feigen ist ein unerreichbares Ziel. Doch auch alleine schon die wunderschönen gelappten Blätter bieten einen Hauch vom Süden.

 

Eine echte Feige für den Garten

 

Die “echte Feige” gedeiht schon seid Jahrhunderten in deutschen Regionen mit Weinbauklima ( Pfalz, Breisgau, Bergstrasse ).  Neuere Züchtungen wie die Bayernfeige “Violetta” oder die Fruchtfeige “Rouge de Bordeaux” erobern auch weniger ideale Standorte. Die echte Feige ( Ficus carica ) gehört zur Familie der Maulbeergewächse.

 

Ansprüche eines Feigenbaumes

 

Die Ansprüche eines Feigenbaumes ( Ficus carica ) sind garnicht so hoch. Der Standort sollte windgeschützt, an einer wärmenden Haus-Südwand in Sonnenlage oder einer Mauer, die zum Süden hin ausgerichtet ist sein.  Erstaunlicherweise verträgt ein Feigenbaum während der Winterruhe bis gut -15°, ja auch bis 17° Celsius, weniger gut verträgt er kalte Winterwinde.

Die Ansprüche an den Boden sind bei der recht anpassungsfähigen Feige ebenso gering, klar, fruchtbarer Boden ist ideal. Wichtig ist ein Boden ohne Staunässe. Ideal ein durchlässiger, leicht saurer, lehmiger und nähstoffreicher Boden der auch kalkhaltig ist.

Um auch gute und reichliche Fruchtfeigen zu erhalten ist ein gut sonniger Standort unabdingbar. Zu heiß in unseren Klimaten gibt es nicht.

Um die Winterszeit gut zu überstehen muss der Feigenbaum vor Staunässe ( Drainageschicht?) geschützt werden denn sonst faulen leicht die Wurzeln ab.  Insbesondere kalter Wind schadet im Winter am meisten. Warum? Die Kälte kommt so tiefer ins Holz und die Gefahr des Austrocknen steigt, einerseits höherer Wasserbedarf und andererseits bei gefrorenem Boden keine Wasseraufnahme.

Gut ist, dass mit zunehmenden Alter des Baumes die Frostresistenz ansteigt!

 

Einen Feigenbaum pflanzen

 

Natürlich kann man einen Feigenbaum auch als Kübelpflanze halten, doch wenn aus dem Bäumchen ein Baum geworden ist, dann wird der Transport ins Winterquartier immer beschwerlicher.  In einer Weinbauregion ist das Pflanzen im Garten der Kübelpflanze jedenfalls vorzuziehen.

Als Container-Pflanze kann man sich beispielsweise eine Weinberg-Feige oder eine Bergfeige als Stamm oder als Busch kaufen.

Der beste Zeitpunkt für das Pflanzen einer Feige – meist wird ja eine Containerpflanze gekauft – ist das spätere Frühjahr, so kann sich die Feige vor dem ersten Winter gut an den Standort gewöhnen.

Pflanzloch ausgraben 1m x 1m und ca. 50 cm tief. Drainageschicht in Form von Schottersteinen, ein Kompost-Sand-Lehmgemisch zum Auffüllen, und nun die Feige etwas tiefer Setzen wie sie aus dem Container kommt. Gut angiessen und das war es schon.

 

Düngen?

 

Der beste Dünger sind Naturdünger wie Kompost, abgelagerter Pferdemist und zugekaufte Naturdünger (organischer Gemüsedünger). Allzuviel vom Stickstoffdünger braucht die Feige allerdings nicht, eher Phosphor und Kali!  Die Düngegabe nie zu spät, ideal April/mai bis August.

 

Schnitt eines Feigenbaumes

 

Das Ziel eines guten Baumschnitts ist der luftige und formschöne Aufbau der Pflanze. Gerade wegen der doch großen Blätter der Feige ist eine zu starke Beschattung im Inneren der Krone. Doch aufgepasst, durch ein allzugroßzügiges herumschnibbeln wird auch ein kräftigerer Austrieb provoziert! Und die Folge ist dann weniger Fruchtansatz!

Bester Schnittzeitpunkt ist das zeitige Frühjahr an den ersten Märztagen. Ein Herbstschnitt kann leichter zu Frostschäden führen.

Dichte, nach innen wachsende Triebe, sich überkreuzende Triebe abschneiden, sowie erfrorenes Holz. Immer auf eine Knospe oder eine Verzweigung zurückschneiden. Auch zu lange gewordene einzelne Triebe kann man einkürzen.

Fruchttragend sind die Vorjahrestriebe!

 

Winterschutz für Feigenbaum

 

Schon beim Setzen des Feigenbaums etwas tiefer legen, so knapp 10 cm, im Vergleich zur Setztiefe im gekauften Container.

In den ersten Jahren mit einer Mulchschicht dick einpacken. Als optimaler Windschutz dient Reisig, Laub oder ein Schutzvlies vom Baumarkt. Ich selbst nehme gerne einen Strohballen und packe den Feigenbaum dicht aber luftig ein. Eventuell Triebe etwas zusammenbinden.

Wird mal die Frosttoleranz von 10-15 ° Celsius in einem Jahr docheinmal unterschritten und einige Triebe sind erfroren, meist treibt die Feige doch wieder aus und erfreut seinen erschrockenen Besitzer wieder.

Jedenfalls bei einem zu trockenen Standort auch im Winter mal etwas Wasser zukommen lassen.

Weitere Informationen zur Aktualität der angezeigten Preise findest du hier. Letztes update war am 21.08.2018 um 01:53 Uhr / Affiliate Links / Bildquelle: Amazon Partnerprogramm

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